Enttäuschender Auftritt - Vorrunde Hallenkreismeisterschaft im Futsal

Ein insgesamt wenig erfreulichen Auftritt legten unsere D1 Junioren im ersten Hallenturnier der Saison hin. Der Fussballkreis Oberhavel/Barnim hatte zur Vorrunde der Hallenkreismeisterschaft im Futsal geladen.

Im Modus jeder gegen jeden traten neben Velten der FSV Forst Borgsdorf II, TuS 1896 Sachensenhausen, SgG Gransee/Lindow, SpG Falkenthal/Löwenberg/Liebenwalde und der SV Zehdenick in Spielstärke 1:4 für Begegnungen á 10 Minuten an. Die ungewohnten Regeln des Futsals oder der spezielle Ball machte den Veltenern zu Beginn des Turniers wenig Sorgen.

SC Oberhavel – SpG Gransee/Lindow 4:0

Velten startete wie erwähnt gut in das Turnier. Der Gegner ließ sich unbekannter Weise gar nicht einschätzen. Velten ging konzentriert in die Begegnung und steigerte sich nach der ersten Phase des gegenseitigen Abtastens. Schnelles direktes und flaches Spiel schuf Räume, welche die Veltener zunehmend zu nutzen wussten.  So gelang Velten nach gespielten dreieinhalb Minuten der erste Treffer durch Oskar. Weitere folgte durch Tom (7. und 9. Minute ) und Luc (14 Sekunden vor Schluss). Der Erfolg und die Leichtigkeit machten Hoffnungen auf einen guten Turnierverlauf.

FSV Forst Borgsdorf II – SC Oberhavel 1:1

Die Borgsdorfer legten in ihrem ersten Turnierspiel gegen die SpG Falkenthal/Löwenberg/Liebenthal keinen wirklich überzeugenden Auftritt hin und unterlagen mit 0:1. Entsprechend leichtfertig ging der SCO in die Partie. Tom zog bereits nach 47 Sekunden auf das gegnerische Tor. Der Ball prallte nach vorn vom Keeper ab und Sean gelang der schnelle Führungstreffer. Velten verlor sich aber anschließend mehr und mehr in ungenaue Passspiele und vermeidbare Ballverluste. Regelmäßige Wechsel ließen auch wenig Kontinuität zu, so dass das Spiel zerfahren wirkte. Zwar kam Velten zu Chancen und testete mehrmals die Standfestigkeit des Aluminiums, der Spielfluss aus dem ersten Spiel schien aber verloren. Als Velten dann nach 6 Minuten gar den Ausgleich hinnehmen musste kamen erste Zweifel auf, die in gegenseitigen Schuldzuweisungen endeten. So kam Velten über ein Remis nicht hinaus.

SC Oberhavel – SV Zehdenick 1920 0:6

Das mit Zehdenick kein einfacher Gegner wartete war den Veltenern durchaus bewusst. Die Vorzeichen waren auch alles andere als gut: Während sich die Veltener mit sich selbst beschäftigen trat der SV mit zwei Siegen nach zwei Spielen und einem Torverhältnis von 10:0 mit breiter Brust auf. Nach nicht einmal 60 gespielten Sekunden machte der SV klar, wer hier als Sieger das Parkett verlassen will. Wenig später waren es auch die Zehdenicker, die einfach wacher und aktiver waren. So pfiff der Schiedsrichter einen Einschuss nach 4 Sekunden ab und Zehdenick war am Zug. Während die Ofenstädter gemächlich darüber nachdachten, warum der Pfiff ertönte, spielten die Havelstädter schon den Ball und schlossen erfolgreich ab. Nicht einmal 30 Sekunden später stand ein gegnerischer Spieler wieder allein vorm Veltener Tor und erzielte das 0:3. Velten lief nun Gefahr, abgeschlachtet zu werden. Von Veltener Stabilität war nichts mehr zu sehen – zu hören waren nur gegenseitiges Meckern. Bis zum Abpfiff musste SCO-Keeper Louis noch weitere 3 Male hinter sich greifen. Jegliche Versuche in der Kabine das Team aufzubauen und alte Spielfreue zu wecken, schienen ins Leere zu laufen.

TuS Sachsenhausen – SC Oberhavel Velten 2:2

Die „Tussen“ hatten ihr letztes Spiel gegen des FSB Forst Borgsdorf II mit 4:0 gewonnen und steigerten sich zusehends. Begonnen hatte Velten als besseres Team – nach 50 Sekunden dribbelte Oskar den TuS-Keeper aus und erzielte den Führungstreffer. In der 3. Minute kombinierten sich Paul Leon und Oskar erfolgreich durch und erhöhten auf 2:0. Die Freude wehrte aber nicht lange: Nach Gegentreffern in der 4. und in der 7. Minute glich Sachsenhausen aus. Velten versuchte über hohe Bälle die Stürmer in Szene zu setzten, was jedoch zu keinem erfolgreichen Abschluss führte.

SpG Falkenthal/Löwenberg/Liebenwalde 1:0

Die Veltener Köpfe hingen inzwischen tief, um nicht zu sagen „sie schliffen beinahe auf dem Boden“. In der Kabine bereitete man Velten auf ein schweres Spiel vor: Die Spielgemeinschaft wird die jetzige Situation nutzen wollen: Nachdem man sich dreimal in Folge (einmal davon erst am Tag vorher mit 5:1) auf dem Feld geschlagen geben musste, wird man heute alles daransetzen, die angefahrene Veltener Verfassung zu nutzen. Velten konnte sich weiter nicht aufraffen – weiter bestimmten ungenaue Pässe und hohe Bälle das Bild. Velten wollte das Spiel unbedingt gewinnen – man merkte dem Team den selbstgesetzten Zwang regelrecht an. Zu der Hektik gesellte sich dann auch noch Unglück: Allein in diesem Spiel traf man dreimal das Gestänge  -  über die Linie wollte der Ball aber partout nicht. „Des einen Pech – des anderen Glück“ – das alte Sprichwort wurde wieder aktuell: zweieinhalb Minuten vor Spielende sprach der Schiedsrichter der SpG einen Freistoß zu. Knapp an der Mauer vorbei zog der Ball ins rechte Eck – für Louis gab es da wenig zu halten. Velten drückte zwar weiter, am Ende war aber einfach nicht mehr drin.

 So schloss Velten als 4. die Vorrunde mit 5 Punkten und 7:10 Toren ab und verpasste damit die Qualifikation zur Endrunde eine Woche später.

Nach dem ersten Spiel hatte man den Eindruck, die Veltener Spieler werden heut Spaß haben und sich für die Endrunde locker qualifizieren. Vielleicht war es Fahrlässigkeit auch vermeintlich schwächere Gegner zu unterschätzen. Vielleicht ist es für Velten unter Druck zu schwer, ruhig zu bleiben und sich durch einfaches aber schnelles und direktes Spiel – welches die Veltener durchaus beherrschen - Chancen zu erarbeiten. Ab dem zweiten Spiel kam unnötige Hektik auf. Statt sich gegenseitig aufzubauen erhob man Vorwürfe. In der Summe stand dann kein gemeinsames Team mehr in der Halle, sondern eine Anzahl von individuellen Spielern. So war alles andere an der Misere schuld: Die Regeln, der komische Ball, Futsal an sich, die Schuhe, die Halle oder eben der andere Spieler. Das ist wirklich schade, denn am Ende schien keiner mehr Spaß gehabt zu haben – und eigentlich sollte es nur darum gehen.

Enttäuschen war nicht unbedingt die Platzierung – enttäuschender war die negative Stimmung innerhalb der Mannschaft.

Hoffen wir, dass sich die D1-Junioren schnell wieder erholen: Am kommenden Sonntag muss man  nach Birkenwerder zum Tabellenführer. Dort sollte man eine Selbstaufgabe wie in diesem Turnier vermeiden und mit einem positiven Eindruck – auch unabhängig vom Ergebnis – nach Hause und damit in die Winterpause fahren. Vielleicht hilft es in der spielfreien Zeit gemeinsame Projekte jenseits des Fußballs zu organisieren, um den Mannschaftszusammenhalt zu stärken.

Endergebnis:

  1. SV Zehdenick 1920                                                
  2. SpG Falkenthal/​Löwenberg/​Liebenwalde 
  3. SpG Gransee/​Lindow                                   
  4. SC Oberhavel Velten                                   
  5. TuS 1896 Sachsenhausen                 
  6. FSV Forst Borgsdorf II                         

Aufstellung Velten : Louis – Michael, Luc, Kevin, Oskar, Paul Leon, Paul Gustav, Sean, Tom

die nächsten Spiele

C:Velten-Blumenthal/Grabow
Samstag, 15.12.18, 10:30Uhr
C:Landesausscheid Futsal Finowfurt
Sonntag, 16.12.18, 10:00Uhr
2.Männer:Marwitz-Velten
Sonntag, 16.12.18, 13:00Uhr
1.Männer:Hallenturnier SV Altlüdersdorf
Freitag, 28.12.18, 19:00Uhr
1.Männer:Hallenturnier Stahl Brandenburg
Samstag, 29.12.18, 15:00Uhr
F1:Hallenturnier FC Kremmen
Samstag, 05.01.19, 10:00Uhr
1.Männer:Hallenturnier Forst Borgsdorf
Samstag, 05.01.19, 14:00Uhr
E1:Hallenturnier FC 98 Hennigsdorf
Sonntag, 06.01.19, 09:00Uhr
Minis:Hallenturnier des FC Kremmen
Sonntag, 06.01.19, 10:00Uhr
Ü45:Hallenturnier FC Kremmen
Samstag, 12.01.19, 10:00Uhr
D2:Hallenturnier Eintr.Bötzow
Samstag, 12.01.19, 14:00Uhr
1.Männer:Oberhavelmasters
Samstag, 12.01.19, 16:00Uhr
Minis:Ofenstadt-Hallencup
Sonntag, 13.01.19, 09:00Uhr
F2:Hallenturnier TSV Wustrau
Sonntag, 13.01.19, 09:30Uhr

wir gratulieren

im Dezember:Jaden-Dean Pirrß
im Dezember:Bob Steppath
im Dezember:Christel Schmidt
im Dezember:Aleks Zdunczuk
im Dezember:David Lorenz

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Hallencup 19

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