Einstellung wie das Wetter: Trübe

SG Einheit Zepernick II – SC Oberhavel Velten 3:3 (2:1)

Der fünfte Spieltag führte unsere D-Junioren nach Zepernick. Kurz vor dem Spiel zog ein Unwetter auf und die Temperatur sanken deutlich. Umrahmt von Wind und Regen schienen lediglich die Hausherren willens, den Bedingungen zu strotzen und die ersten Punkte der Saison einzufahren.

Die Veltener hingehen schienen den notwendigen Siegeswillen leider zu Hause vergessen zu haben – bei vielen Spielern fehlte heute (wiedermal)einfach der Biss. Natürlich – das sollte auch nicht unerwähnt bleiben – fehlten dem SCO gleich vier defensiv starke Spieler, so dass die Abwehr auf entsprechend wackligen Beinen stand.

So startete die SG wesentlich sicherer in die Partie und erarbeitete sich die besseren Chancen. Zusätzlich standen die Hausherren auch recht stabil. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die SG den ersten Treffer des Tages erzielen sollte. Und so kam es dann auch: Nach 15 Minuten kombinierte sich die Einheit eng vor das Veltener Tor und netzte unhaltbar ein. Der Gegentreffer machte die Veltener dann ein wenig munterer. So konnte sich Tom drei Minuten später freispielen und glich wieder aus. Nun kamen auch die Veltener zu Chancen - mit breiter Brust standen aber immer noch lediglich die Gastgeber auf dem Platz. Und so war es nur eine kurze Phase der Veltener, die kurz vor dem Halbzeitpfiff durch die erneute Führung der Zepernicker ein Ende fand.

Entsprechend frustriert war SCO-Coach Nino Purrmann und forderte von seinen Schützlingen mehr Einsatz. Zusätzlich schickte er seinen Mannen in veränderte Aufstellung in den zweiten Durchgang: Tom sollte nun von rechts stürmen und den größeren SG-Verteidiger umgehen. Oskar, der sonst eher im Angriff beheimatet ist, wurde in die linke Verteidigung gesetzt und Luc sollte vorne links für mehr Bewegung sorgen. Mit der Ansprache und der Umstellung scheint der Veltener Coach ein glückliches Händchen gehabt zu haben: Velten steigerte sich nun deutlich: Luc setzte sich in der 38. Minute durch und stelle den ausgeglichenen Spielstand wieder her. Auch war er es, der eine Minute später den immer besser werdenden Keeper der SG testete, der das Spielgerät aber nach vorn abprallen ließ. Die Einladung nahm Tom an und erhöhte auf 2:3. Auch Oskar ging in seinen unerfahrenen Aufgabenbereich auf und vereitelte viele Gegenangriffe. 

Beide Mannschaften nahmen sich nun nichts mehr. Die SG kam wurde vor allem in Standards gefährlich – mehrmals zog der Ball knapp am Netz vorbei. Sieben Minuten vor Schluss muss die halbe Veltener Mannschaft wohl gedacht haben, der Schiedsrichter habe das Spiel unterbrochen. Welchen Pfiff auch immer sie geglaubt hatten zu hören,  vom Schiedsrichter kam er nicht. So prallte eine Zepernicker Hereingabe an Felix nur schlapp ab und gab dem heimischen Angreifer die Chance zum Hattrick: Er nagelte aus nur zwei Metern den Ball so in die Maschen, dass Louis keine Chance blieb. Wenn man nicht von Nachwuchsfußball sprechen würde, spräche man von einem wirklich dämlichen und unnötigen Treffer – hier aber von einer „vermeidbaren Unaufmerksamkeit“. Diese Unachtsamkeit brachte natürlich nochmal Spannung in die letzten Minuten. Es muss ein wenig viel Adrenalin im Blut gewesen sein, als Paul G. einen nochmaligen Abpraller aus drei Metern vor dem leerstehenden Tor Sekunden vor dem Abpfiff  über die Latte hämmerte.

Entsprechend groß war der Frust - war man dem Sieg doch so greifbar nahe. Nunja, so freuten sich die Gastgeber über ihre ersten drei Punkte und hatten Glückstränen in den Augen – bei dem ein oder anderem Veltener waren die Augen auch feucht – aber aus anderen Gründen.

Fazit: Die Veltener müssen mehr an ihrer Disziplin arbeiten: Einige Veltener sind vor Spielen und im Training unkonzentriert und gehen die Dinge überheblich an. Wer seine Leistung verbessern will muss aber hart und diszipliniert trainieren und entsprechend fokussiert ins Spiel gehen. Wem das nicht gelingt, der wird spätestens in der nächsten Saison auf dem Großfeld große Probleme haben.

Nun sollte man mit dem Remis aber nicht zu kritisch umgehen: In der zweiten Hälfte haben fast alle Veltener den Kampf aufgenommen und der Frust nach dem Spiel ist auch ein Zeugnis des Willens. Dem kann man Respekt zollen.

Bedauerlicher – und darum wird das hier angesprochen – ist, dass das Team so dezimiert und mit nur einem Wechsler in die Begegnung starten musste. Sicher mag der ein oder andere gesundheitlich angeschlagen gewesen sein. Ob eine Genesung vor der Playstation der richtige Ansatz ist, muss jeder selbst bewerten. Der Motivation derjenigen, die dann bei solch einem Wetter auf dem Platz stehen und sich verlassen fühlen, wird es aber definitiv nicht dienen.

Aufstellung: Louis – Paul G., Oskar, Sean, Felix, Tom, Luc, Paul L., Michael

 

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2.Männer:Häsen-Velten
Samstag, 27.10.18, 14:00Uhr
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2.Männer:Velten-Mühlenbeck
Samstag, 03.11.18, 11:30Uhr
1.Männer:Velten-Perleberg
Samstag, 03.11.18, 14:00Uhr
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Sonntag, 04.11.18, 11:30Uhr
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E2:Velten-Fort.Glienicke
Freitag, 09.11.18, 17:00Uhr
F2:Kremmen II-Velten
Freitag, 09.11.18, 17:00Uhr
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Freitag, 09.11.18, 19:00Uhr
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