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Die Geschichte unseres Vereins
Der Verein „SC Oberhavel Velten“ wurde am 10.01.1998 neu gegründet. Er ist der Nachfolger vom FSV Velten 90 und Chemie Velten.
Die Veltener Geschichte reicht bis ins Jahr 1912, als sich erstmals Mannschaften im Fußball und im Turnen bildeten. Bekannt wurde Velten durch den Fußball, welche auch noch heute eine große Rolle spielt. So spielte man in DDR – Zeiten in der 2. DDR – Liga, nach der Wende Oberliga und sogar Regionalliga.
Nach dem Konkurs des FSV 90 Velten im Jahre 1997 stieg die erste Männermannschaft in die Kreisliga ab. Der erfolgreiche Nachwuchs durfte in seinen Ligen verbleiben. Binnen vier Jahre schaffte der neu gegründete SC Oberhavel Velten den Aufstieg in die höchste Spielklasse Brandenburgs, der Verbandsliga. Dabei halfen Spieler wie Mayk Goschin, Detlef Weichmann oder Stefan Korsch, welche nach dem Konkurs alle den Verein verließen, dann aber wieder zurück kamen mit. Noch heute sind die Spieler dem Veltener Fußballsport treu und kicken in der Seniorenmannschaft des Vereins.
Der Nachwuchs kickt inzwischen in der Landesliga, Landesklasse und Kreisliga und hat in den vergangenen Jahren viele Meistertitel nach Velten geholt.
Es ist schon ein kleines Wunder, was die Mitbegründer des neuen Vereins auf die Beine gestellt haben. In kurzer Zeit war man in Velten wieder wer und dies kann man kurzerhand als eine große Erfolgsgeschichte beschreiben.
Doch nicht nur die Fußballabteilung hält die Fahnen hoch. So gibt es die Abteilungen Kegeln, Tischtennis, Seniorengymnastik, Popgymnastik und Turnen, in denen die Sportler ebenfalls sehr erfolgreich sind.
Der SC Oberhavel Velten ist mit über 400 Mitgliedern einer der Mitgliedsstärksten des Kreises Oberhavel.
Hier können Sie mehr über die Geschichte unseres Vereins lesen:
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Gründungsmannschaft des VBC 1912
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Turnverein war die Wiege des VBC 1912
Als sich 1912 mit dem Veltener Ballspielclub (VBC) und
dem Veltener Sportclub
(VSC) erstmals zwei Veltener Vereine offiziell gründeten, hat in damaligen Zeiten wohl niemand geahnt,
wie traditions- und erfolgreich der Veltener
Fußball einmal werden würde. Zwar existierte
bereits 1908 der Fußballclub Preußen und der Fußballclub Union, jedoch waren diese beiden Vereine nicht offiziell
eingetragen.
Vor der Gründung des VBC hatte sich im Turnverein eine
Fußballsparte gebildet,
später entstanden aus den Reihen der Freien Turnerschaft die Gemeinschaften „ Borussia „ und „
Britania „. Diese beiden Vereine, also die
Turnerschaft, waren die Wiege des Veltener Fußballsports, des VBC 1912.
Wann sich der VBC genau gründete, ist bis heute nicht
bekannt. Das Gründungsprotokoll des Veltener
Sport - Club 1912 (VSC) datiert vom
3. April 1912. An der Sitzung nahmen teil: K. Örtel, B. Torney, G. Weber, P.
Engel, F. Schulz, A. Wasserroth. B .Max Klauske war langjähriger Vorsitzender.
Wenn
vom VSC die Rede ist, dann müssen so tüchtige Fußballer wie Paul Müller,
Heini Lorenz, Max Schönborn, die Gebrüder Netzband,
G. Rosinski, Arno Steglitz, Walter Dühring, W. Seeger, E. Rührmund, B. Liesegang, Alex Hellmuth und
Otto Zanow genannt werden.
Die noch heute existierende Gaststätte Weimann war das
Vereinslokal des VBC. Direkt
davor befand sich auch der erste Sportplatz. Hier trugen die damaligen Kicker das erste Fußballspiel gegen
den Reinickendorfer Ballspiel - Club aus und gewannen
dieses Match. Später richteten die VBC - Fußballer im Volkshaus in der
Wilhelmstraße ihr neues Vereinslokal ein.
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Sportplatz Weimann
1914-1918
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Sportplatzbau des VBC an der Bötzower Str.
1924
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Der Kampf um eine vernünftige Wiese
Mit einem vernünftigen Fußballplatz sah es für die Kicker
aber sehr trübe aus. Nachdem
man vorübergehend auf dem Sportplatz an der Bötzower Strasse seine Spiele austrug, dort aber auf
Grund des miserablen Zustandes des Platzes kein vernünftiger Fußball gespielt werden konnte,
reichte das Arbeiterkartell beim Bürgermeister einen offiziellen Antrag auf Bereitstellung eines
neuen Geländes ein.
Diesem Antrag wurde auch stattgegeben und dem VBC wurde
das Gelände an der Germendorfer Strasse, wo auch noch heute Veltens Fußball
rollt, zugeteilt. Damals
konnte sich jedoch niemand vorstellen, dass sich aus dieser Hügellandschaft (Schuttabladeplatz)
einmal ein gutes Geläuf entwickeln würde. Doch ein jeder packte nach Feierabend und Sonntags an. Sogar die Turner, der Gesangsverein
und die Wanderer beteiligten sich an der Arbeit und zeigten riesiges Interesse,
dass in Velten ein neuer Sportplatz entsteht. Der wurde dann auch unter größten
Schwierigkeiten im Jahre 1927 fertiggestellt und der VBC lud sich zum
Einweihungsspiel mit Liesing Wien auch gleich einen internationalen Gegner ein.
Dieses Spiel ging mit 2:7 zwar gründlich in die Hose, aber die Freude über den neuen Platz
überwog. In den weiteren Jahren machte sich der VBC mit Spielen gegen Mannschaften aus Dessau,
Dresden, Halle, Stettin und Köthen einen guten Namen. Zum guten Ruf haben damals Spieler wie Alfred
und Willi Fiedler, Artur Kutza, Hermann Müller und Albert Mielke beigetragen.
Schon damals zählte der Verein 160 Mitglieder, der VSC verfügte über 250 Mitglieder, hatte sich aber neben dem
Fußball auch dem Handball und Tennis verschrieben. Aber auch beim VBC bildeten sich noch
andere Sektionen. So fühlten sich dort auch Boxer und Turner heimisch.
Der Krieg zeigte seine Wirkung
Leider wurden die damaligen Sportler auf Grund des
Krieges aus ihrem sportlichem
Leben gerissen. Die Nazis zerstörten nach 1933 nicht nur den Arbeitersport,
sondern auch viele Traditionsvereine. Alles wurde den Sport -vereinen weggenommen und dem Boden
gleichgemacht. Ein wichtiges Symbol jedoch, nämlich die Vereinsfahne des VBC, kam nicht in die Hände der
Nazis. Willi Pawelski
sicherte die Fahne vor dem Zugriff.
Den VSC ließen die Nazis unbehelligt und so vereinigte
man sich 1939 mit der im
Männer - Turn - Verein (MTV) gebildeten Fußballmannschaft zum neuen
Fußballverein TuS Velten.
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Weihnachten 1938 VBC-Teplitz 1:1 (0:1)
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Die Wiedergeburt des VBC 1912
12 Wochen nach Kriegsende, am 27.Juli 1945, erlebte der
VBC seine Wiedergeburt. Antifaschisten
und Sport - Oldies trafen sich in der damaligen Gaststätte Nikulla, in der Wilhelmstrasse, um über die
Neugründung des VBC zu beraten. Um die Neugründung machten sich vor allem Fritz Kohne, Willi Fiedler
und Hermann König
verdient. Der damalige Stadtkommandant Suschkow hatte ein Herz für den Fußballsport und stimmte den
Antrag auf Neugründung zu. Er
organisierte sofort ein Freundschaftsspiel seiner Rotarmisten gegen Velten, was
der VBC nach einer 3:0
Halbzeitführung am Ende mit 3:4 verlor.
Zu einer besonderen Idee ließ sich Suschkow im Herbst
1945 hinreißen. Er vereinbarte mit seinen
Amtskollegen aus Kremmen einen Fußballvergleich zwischen beiden Stadtmannschaften. Hierbei
entstand aber das Problem der Hin - und Rückfahrt für die Spieler und
Schlachtenbummler, denn das Spiel fand in Kremmen statt. Im Zugverkehr hieß es 1945 „
Zugverkehr unregelmäßig“. Also organisierte Suschkow kurzerhand eine Lokomotive und mehrere
Personenwagen und die vielen Fans machten davon regen Gebrauch. Die Fahrt war nicht für umsonst,
denn Velten gewann 3:0. Von
1945 - 1947 spielte der VBC mit Gemeinschaften aus Berlin und der näheren
Umgebung.
Von 1947 - 1949 gab es dann auch schon die ersten
Meisterschaftsspiele in den verschiedenen Klassen im Land Brandenburg. Gransee, Michendorf und
Oranienburg hießen hier
u.a. die Gegner. Diese
Zeit lief recht durchschnittlich, Siege und Niederlagen wechselten einander ab,
obwohl die Veltener mit Willi
Pawelski, Heinrich Beier, Fritz Lindenberg und Fritz Kohne hervorragende
Sportler in ihren Reihen hatten.
Aus VBC wurde SG Velten - 1. Titel
nach dem 2. Weltkrieg
Im Rahmen der Reorganisation der damaligen Sportbewegung
wurde der VBC 1912 in eine
territoriale Sportgemeinschaft umgebildet. Aus dem VBC wurde die SG Velten, zwischenzeitlich dann die BSG
Industrie Velten, um bald darauf wieder den Namen SG Velten zu tragen (1952).
Bis dahin spielte die BSG Industrie Velten in der 1.
Kreisklasse Berlin und hatte durch Vernachlässigung der Nachwuchsarbeit dort erhebliche Probleme, die
Klasse zu halten. Nach
der erneuten Umbenennung in SG Velten, schieden die Randorte der Berliner Fußballklassen aus und wurden in die
entsprechenden Klassen des frisch gebildeten Bezirkes Potsdam eingegliedert.
Somit
startete die SG Velten 1952 mit ihrer 1. Männermannschaft in die erste Meisterschaftsrunde der damaligen 1.
Kreisklasse. Ab diesem Zeitpunkt ging es für den Veltener Fußball bergauf.
Dafür sorgten gestandene Fußballfunktionäre in Person von Hans Gosdschan, Fritz Könne und Erich Plate,
der zu der Zeit als Trainer fungierte. Die Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg
und lag im Mai 1953 punktgleich
mit Motor Leegebruch an der Tabellenspitze, so dass ein Entscheidungsspiel
nötig wurde. Dieses wurde trotz zweimaliger Führung mit 2:3 verloren. Doch nur ein Jahr später konnte die
SG Velten und ihr zahlreicher Anhang endlich jubeln: der erste Titel nach dem 2. Weltkrieg wurde
errungen. Dieser Kreismeistertitel bedeutete gleichzeitig der Aufstieg in die
Bezirksklasse, denn die Aufstiegsspiele wurden erfolgreich gemeistert.
Folgende Spieler holten die erste Meisterschaft nach
Velten: Erich Plathe, Horst Berndt, Wolfgang Kienitz, Fritz Profft, Franz Fiedler, Gerhard Schenk, Wolfgang
Rutzki, Helmut Vogel,
Erwin Kulisch, Gerhard Engel und Felix Klose.
SG Velten siegt am
grünen Tisch
1954/55
nunmehr in der Bezirksklasse kickend, gab Velten erneut den Ton an. Jedoch
reichte es sportlich „ nur „ zu einem 2. Platz. Einheit Nauen hatte die Spitze
inne und wäre somit Meister gewesen. Jedoch hatten die Veltener mitbekommen,
dass der Nauener Spieler Rattey für Nauen schon zwei Spiele absolviert hatte,
obwohl er wegen eines Vereinswechsels noch nicht spielberechtigt war. Die SG Velten
legte Protest ein und wurde am 9. Juli 1955
am grünen Tisch zum Meister der Bezirksklasse erklärt, weil man Nauen
für dieses Vergehen zwei Punkte abzog.
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Bezirksmeister 1954/1955 T.S.G. Velten
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Von links: Felix Klose, Helmut Schulz, Erwin Kulisch, Helmut Vogel, Wolfgang Rutzki,
Gerhard Schenk, Franz Fiedler, Fritz Proft, Wolfgang Kinitz, Horst Berndt, Erich Plate
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Die
Mannschaft nahm anschließend an den Aufstiegsspielen zur höchsten Spielklasse
des Bezirkes Potsdam teil und qualifizierte sich in überzeugender Manier für
die Bezirksliga. Dort waren die Veltener bis
1959 stets in der Spitzengruppe zu finden. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass
auch die 2. Mannschaft erfolgreich spielte und 1957/ 58 Kreismeister wurde.
Diesen Erfolg errangen so bekannte Namen wie Horst Berndt, Dieter Owsinski, Peter Dörffel und Torhüter Joachim Brune, um
nur einige zu nennen.
1960 wird SG Velten Bezirksligameister
Das
Jahr 1960 sollte für den Veltener Fußball erneut einen besonderen Höhepunkt bringen. Vom ersten bis zum letzten Spieltag an
befand sich die 1. Männermannschaft auf dein 1. Tabellenplatz und wurde mit
89:31 Toren und 44:8 Punkten überlegen vor Stahl Hennigsdorf (32:20 Punkte) Bezirksligameister. Dieses
Kunststück schaffte in der Bezirksliga bis dahin noch keine andere
Mannschaft. Der damals großartig aufspielende Manfred Schnaase war mit 26
Treffern der erfolgreichste Veltener Torschütze.
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Bezirksmeister 1960/1961 T.S.G. Velten
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Zur
damaligen Meistermannschaft gehörten:
Manfred
Schnaase, Wolfgang Rutzki, Vincens Weiß, Joachim Wolff, Wolfgang Neumann,
Manfred Tübbicke, Helmut Vogel, Hans Kokott, Horst Fiedler, Dieter Owsinski,
Manfred Kepalies, Rolf-Hans Hanisch, Karl-Heinz Kohne, Paul Richter, Joachim
Brune und Horst Liesegang. Meistertrainer war zu damaliger Zeit Walter
Kirchner. Als Sektionsleiter freute sich Fritz Kohne über diesen großen Erfolg.
Der Aufstieg in die 2. DDR - Liga war perfekt. Auch im Pokal war diese Mannschaft äußerst erfolgreich, zog sie doch ins
Endspiel um den Bezirkspokal ein, um dort gegen Luckenwalde nach einem 1:1
nach Verlängerung durch Losentscheid unglücklich zu verlieren.
Das Abenteuer 2. Liga - Umbenennung in
TSG Velten
Am 26. Februar 1961 startete für die Fußballer der SG
Velten eine Saison ins Ungewisse. Wird man sich in der 2. Liga behaupten können, sind wir vom Niveau her
schon soweit, um
mithalten zu können?
Bange Fragen auf das Kommende, aber auch Freude und Stolz
bei allen Beteiligten. Der
Spielmodus in der 2. Liga war hart, spielte man doch in 3 Runden, (Frühjahr –
Herbst - Frühjahr) so
dass auf jedes Team 39 Punktspiele kam.
Zwischen den Spielen in der 2. Liga,
wurde die damalige SO Velten am 10.März 1961 in die TSG Turn- und Sportgemeinschaft, kurz TSG Velten,
umbenannt. Hauptträgerbetrieb wurde der Kraftverkehr.
Vorsitzender der TSG war damals kein
geringerer, als Siegfried Rauchfuß, der selbst bis 1960 aktiv am Ball war. Mit Siegfried
Rauchfuß hatten damals die Veltener einen Mann in ihren Reihen, der sich Tag und Nacht
für den Verein aufopferte. Aber auch unter einem neuen Vereinsnamen spielend, enttäuschte die l.
Mannschaft nicht und erreichte mit 62:102 Toren und 27:51 Punkten als Tabellenzwölfter den Klassenerhalt.
Erneut erwies sich Manfred
Schnaase als Torschütze vom Dienst (25 Tore).Die Euphorie in Velten kannte keine Grenzen. Das bewiesen
die Zuschauer zahlen. 16 885 Zuschauer kamen
zu den Heimspielen. Die
zweite Mannschaft, die inzwischen in die Bezirksklasse aufgestiegen war, musste just in diesem, Jahr in die
Kreisklasse absteigen.
Mit der Auflösung der II. DDR
- Liga im Jahre 1963, wurde die TSG Velten in die Bezirksliga Potsdam zurückbeordert. Die Abschlusstabelle
sah 1964 Velten auf dem 9.
Rang. Meister wurde Konkurrent Motor Hennigsdorf. Im Spieljahr 1964 /65 hatte die TSG
die Möglichkeit, in der Stadtklasse Berlins zu spielen. Das taten die Veltener unter ihrem jetzigen
Trainer Manfred Schnaase dann auch und belegten am Ende der Saison mit 15 Punkten Rückstand zum
Meister SO
Friedrichshagen, den 5. Platz.
1966 / 67 Aufstieg zur Berliner Stadtliga
Spannend verlief die Saison 1966 /
67, als die TSG am Ende punktgleich mit Motor Treptow (44:8 Punkte) an der Spitze lag und nur durch das
bessere Torverhältnis (+ 9) Meister wurde und damit in die Stadtliga aufstieg. Basis für diesen
Erfolg waren vor allem
die gewonnen Heimspiele. Die makellose Bilanz von 26:0 Punkten und 46:10 Toren
in 13 Spielen zeugen davon recht eindrucksvoll.
Das Ziel, in der Stadtliga einen
soliden Mittelfeldplatz zu erreichen, setzten sich die Veltener in der Saison 1967 /68 und
das erreichten sie auch eindrucksvoll. Platz 9 sollte es am Ende der Saison sein. Dabei
schlug die TSG sogar den späteren Meister
BFC Dynamo II. In der Veltener
Mannschaft spielte zum Beispiel Lutz Fischer, welcher heute noch dem Veltener Fußball
verbunden ist. Der
damalige Trainer war übrigens Dieter Owsinski.
Der schnelle Abstieg
Jedoch blieb in der Saison 1968/69 den Veltenern immer
öfter die Luft weg und man musste aus
Berlins Stadtliga absteigen. In den folgenden Jahren von 1969 - 1971 tat sich
die TSG Velten teilweise recht schwer, nicht zuletzt durch viele
Trainerwechsel. Neben Erich Plate, trainierten Dieter Owsinski, Achim Wolffund
Torwart Klaus Schöpe die Mannschaft.
Ab 1969 übernahm Manfred Rahm von
Fritz Kohne die Geschicke der Fußballabteilung. Mit
großem Engagement arbeitete Manfred Rahm als Sektionsleiter der TSG Velten, bis
er dieses Amt 1971 an Günter Schmidt übergab und sich bis 1979 als
Mannschaftsleiter der 1. Mannschaft
betätigte. Auch heute arbeitet der jetzige Rentner noch in der Fußballabteilung
Veltens. Er kümmert sich nunmehr um die Kleinsten im Verein.
5. August 1971 Gründung der BSG Chemie Velten
In der Sommerpause 1971 rüstete der Veltener Fußball zu
neuen Ufern. Es gab nicht nur Spielerzugänge,
(Jupp Kohldorf, Manfred Poklitar, Werner Busch, Manfred Paepke, Peter Jordan;
alle Motor Hennigsdorf) auch organisatorisch wandelte sich die TSG Velten.
Auf einer Vollversammlung der Sektion
Fußball am 1. Juli 1971 wurde einstimmig der Beschluss
gefasst, sich der neuzubildenden BSG Chemie Velten anzuschließen. Alle blieben dabei, alle machten mit. Am 5. August
1971 erfolgte die Gründung der BSG Chemie Velten. Wegbereiter dieser
Gründung war der Planungsleiter der damaligen VVB Plaste und Elasteverarbeitung
in Berlin, Günter Schmidt, der nach Velten zog und sich mit großem Engagement vor den Karren spannte. Schmidt wollte den
Veltener Fußball wieder aus der Talsohle herausholen und ließ nichts
unversucht, dieses Ziel zu erreichen. Er knüpfte Kontakte zum Gummikombinat
Berlin, was zum Trägerbetrieb der BSG Chemie Velten avancierte. Am 24.
September 1971 wurde Günter Schmidt als Sektionsleiter gewählt und blieb das
auch bis zur Umbildung in den FSV Velten 1990, wo er dann als Schatzmeister fungierte.
Gleich nach der Gründungsversammlung fand das erste Spiel
unter dem neuen Namen „Chemie Velten"
gegen den Ortsnachbarn Stahl Hennigsdorf statt. Doch bevor das Spiel angepfiffen wurde, ließ es sich der damalige BSG -
Vorsitzende Horst Breuer nicht
nehmen, die neuen grün - weißen Trikots an die Spieler der 1.
Männermannschaft zu übergeben. Trotz einer 1:0 Führung durch Werner Busch
unterlag die Mannschaft Veltens unter ihrem Trainer Manfred Poklitar mit 1:2
Toren.
1971/72 erneut Aufstieg in Stadtliga
Der mit der Gründung bedingte
Aufschwung, sollte sich dann im Spieljahr 1971 /72 als äußerst gelungen
erweisen. Die Mannschaft spielte erneut in der Berliner Stadtklasse und zeigte
dort unter der neuen Flagge, dass der Veltener Fußball immer noch eine Bank
ist. So platzierte sich das Team zur Halbserie mit 28:16 Toren und 12:6 Punkten
auf dem dritten Tabellenplatz, nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Union
Oberschöneweide. In der zweiten Halbserie spielten die Veltener noch
besser und drängten die Ober -schönerweidener noch von der Tabellenspitze.
Am Ende der Saison 1971 /72 hatte Fußball - Velten endlich wieder Grund
zujubeln. Mit 84:35 Toren und 47:13 Punkten wurde Chemie Velten Meister in
der Stadtklasse, was natürlich mit dem Aufstieg in die Stadtliga
verbunden war. Mit Jupp Kohlsdorf, (29 Tore) Bernd Görlitz, (16 Tore) Klaus
Mielke, (12 Tore) Hartmut Paschke, (9 Tore) Werner Busch, (7 Tore) Harald Petersik (6
Tore) und Manfred Urbanowitz ( 5 Tore), erzielten nur sieben Spieler die wichtigen
Tore. Aber natürlich waren nicht nur die Torschützen an diesem großen Erfolg beteiligt,
sondern die gesamte Mannschaft. Hier sind noch folgende Spieler zu nennen:
Klaus Schöpe, (Tor) Klaus Lindenberg, Manfred Paepke, Achim Wolff, Peter
Jordan, Jürgen Stockmann und selbstverständlich Trainer Manfred Poklitar. Aber
nicht nur diese Mannschaft war erfolgreich. So stand die II. Mannschaft zum
Ende der Hinrunde auf Platz 3, die Senioren waren im Spätherbst 1971
vor Empor Berlin Tabellenführer und die erfolgreiche Nachwuchsarbeit trug
ebenfalls Früchte, denn die Kindermannschaft wurde mit 23:0 Toren und 8:0
Punkten vor Sachsenhausen Kreismeister. Nunmehr in der Stadtliga
kickend, schaffte die 1. Mannschaft in der Saison 1972/73 elf Siege, bei fünf Unentscheiden
und zehn Niederlagen, was am Ende Platz 7 bedeutete (49:46 Tore, 27 : 25
Punkte). Erneut wurde Jupp Kohlsdorf mit 21 Treffern Torschützenkönig von Chemie
Velten. Zu den anderen Toren trugen Klaus Mielke (9), Manfred Poklitar (5),
Werner Busch, Jürgen Stockmann, Karl-Heinz Kneifel, Manfred Urbanowitz (je
3Tore) und Wilfrid Pirk bei.
Der Abschied aus Berlin
Die Saison 1973 / 74 sollte der
Abschied aus Berlin bedeuten, denn es gab im Anschluß an dieser Saison
strukturelle Veränderungen. Doch dazu bald mehr. Mit Detlef Willig und Wolfgang
Müller kamen zwei noch heute tätige Fußballer zu Chemie Velten. Mit diesen
beiden gestandenen Fußballern belegte das Team am Ende der Saison Platz 10. Mit 61:66 Toren
und 27:33 Punkten stand man jenseits von gut und böse. Detlef Willig konnte den damaligen
Torschützen vom Dienst, Jupp Kohlsdorf, als Torschützenkönig ablösen. Er erzielte 20 Treffer, Jupp
wurde „ nur „ dritter mit 13 Toren. Aber auch der andere „Neue", Wolfgang Müller, steuerte drei Tore
bei. Die schon
angedeutete Strukturänderung brachte Chemie Velten wieder zurück in die Bezirksliga
Potsdam. Die 1. Mannschaft startete gleich am 1. Spieltag erfolgs -versprechend, in dem man Stahl
Hennigsdorf II. mit 1:0 besiegen konnte. Weitere Höhepunkte waren der 6:1
Erfolg über Wusterhausen, das 7:2 über Lok Neustadt und der 5:3 Erfolg über Motor
Mögelin. Chemie Premnitz trug am Ende die Meisterschale nach Hause, Velten
eroberte einen achtbaren 5. Rang. Die Spieler von damals hießen unter anderem:
Schöpe, Kafka, B. Görlitz, Sakowski, Willig, Pirk,Pawlik, Poklitar, Paschke,
Müller, Mielke, Kroll, Urbanowitz und Seidel. In der Saison avancierte Wolfgang
Müller mit 17 Toren zum erfolgreichsten Torschützen der Veltener. Jeweils 10
Tore schössen Willig und Paschke. Sehr durchwachsen lief dann die Saison 1974
/75. Mit 57:56 Toren und 29:27 Punkten beendete Chemie Velten die Saison
ziemlich ausgeglichen und belegte
am Ende den 7. Platz. Erneut trug sich Detlef Willig wieder einmal ganz oben in die Torschützenliste mit 20 Toren
ein.
Velten wird Pokalsieger
Etwas besser lief es für die Veltener
in der Saison 1976 777. Hier wurden unsere Fußballer mit 66:45 Toren und 31:21
Punkten sechster. Ein herausragendes Ergebnis war in dieser Saison der 8:0 Erfolg
gegen Traktor Hasen, die leider nur ein Jahr in der Bezirksliga verweilten.
Jedoch gab es auch 1977 wieder etwas
zu feiern, denn Chemie Velten wurde Bezirks -Pokalsieger. In der Saison 1977 /78 machte in der Staffel
Nord der Bezirksliga Stahl Oranienburg das Rennen. Die Veltener, die mit 78
geschossenen Toren das drittbeste Torergebnis in der Staffel Nord erzielten,
wurden am Ende ein guter Dritter, hatte man doch gegen die Konkurrenz voll
überzeugt. Die Torschützen damals hießen: Karl-Heinz Kneifel (17), Hartmut Paschke (14), Wolfgang
Müller (9), Detlef Willig (8), Erhardt Schulze (7), Reinhold Bartels, Klaus Mielke (je 5), Bernd Rhode
(4), Bernd Görlitz,
Karl-Heinz Könne (je 2), Manfred Gosdschan, Reiner Seidel, Wolfgang Göppert, Alois Pawlick und Jürgen
Merkel mit jeweils einem Treffer. 1978 /79 und 1979/80 verpasste Chemie Velten
gleich zweimal den Meistertitel.
1979 hatte Motor Hennigsdorf die Nase
vorn, 1980 schnappte Electronic Neuruppin den Veltenern Kickern den Meistertitel vor der Nase weg.
In der Saison 1978 / 79 hatten die Veltener übrigens den langjährigen
Oberligaspieler Wolfgang Strübing (zuletzt Vorwärts Berlin) in ihren Reihen. Er
entwickelte sich zu einem souveränen Libero. Die besten Veltener Torschützen waren in dieser
Saison: Bernd Rhode (11), Reinhold Bartels (10) und Wolfgang Strübing (9).
Detlef Willig verabschiedete sich vor der Saison vom Team, blieb den Veltenern
aber als Funktionär erhalten. Er kam in seiner Spielzeit auf 80 Tore! Auch die verdienstvollen
Spieler Poklitar, Busch,
Paepke, Jordan und Kohlsdorf hatten sich bis dahin schon aus der Mannschaft verabschiedet. Auch Achim Wolff, der
bis weit über sein 40. Lebensjahr dem Veltener Fußball diente.
Eine kleine Durststrecke brach an
Von 1980 an mussten die Veltener etwas
kleinere Brötchen backen. So kamen bis 1983 nur Mittelfeldplätze heraus. Die Tabellensituationen
sahen wie folgt aus: 1980 /81, 5. Platz
mit 47:38 Toren und 28:24
Punkten, 1981 /82: 6. Platz mit 60:43 Toren und 29:23 Punkten, 1982 /83; 7. Platz mit 55:40 Toren und
28:24 Punkten. Zu Staffelmeisterehren kamen in dieser Zeit Chemie Premnitz ( zweimal) und Stahl
Oranienburg. Bei Chemie Velten
mangelte es in dieser Zeit auch an herausragenden Torschützen.
Karl-Heinz Kneifel und Michael Kittel
waren 1980/ 81 mit jeweils 8 Treffern die Besten, 1981/ 82 brachte es Michael
Kittel auf 13 Tore und im Spieljahr 1982/ 83 war der Veltener Detlef Weichmann, der heute immer
noch in der 1. Mannschaft spielt, mit 12 Toren der beste Vollstrecker. Auch der heutige
Trainer, Hartmut Berndt kickte schon in dieser „Elf“ und kam auf 10 Tore.
Im Spieljahr 1982 /83 spielte die
Mannschaft wieder erfolgreicher. Nur Oranienburg musste man am Ende den Vortritt lassen und
verpasste damit knapp die Meisterschaft. Mit 77:36 Toren und 35:17 Punkten wurde Chemie Velten
zweiter. Zweitbester Torschütze der Bezirksliga wurde damals Hartmut Berndt mit 18 Treffern und schlug
damit DetlefWeichmann, der auf 17 Toren kam. Wolfgang Müller und Rainer Räthel
markierten je 8 Treffer.
Mit der Saison 1984 /85 verpflichtete Chemie Velten zahlreiche hochkarätige
Spieler. So kamen unter anderem
Rüdiger Uentz, Lutz Möckel, Garsten Anders,
Marian Dylong, Frank Neumann und Jörg
Niederhübner. Mit dem
38jährigen Gerhard Stein aus Berlin übernahm auch ein neuer Trainer die Geschicke der 1. Mannschaft. Und diese
Veränderungen sollten sich positiv bemerkbar machen. Chemie Velten schaffte zwar auch in diesem Spieljahr nicht die
Meisterschaft, war aberdamit im Pokalwettbewerb um so erfolgreicher. Doch dazu
nachher mehr.
Der ,,Fall“ Rüdiger Uentz
Am Ende der Saison landeten die
Veltener auf Platz 3, hinter Stahl Hennigsdorf und dem Meister Motor Ludwigsfelde. Aber halt,
mit Motor Ludwigsfelde war doch noch etwas! Genau! Am 10. Spieltag der Saison
1984 /85 weilten die Ludwigsfelder zum Spitzenspiel in der Ofenstadt und
lieferten eine Posse ab, welche in der einschlägigen Presse für Aufsehen
sorgte. Der damalige Vorstand der Ludwigsfelder Fußball - Sektion bezichtigte den nach Velten gewechselten Rüdiger
Uentz, eine Trainingsjacke gestohlen zu haben. So erschien kurz vor dem Anpfiff ein Kripo - Beamter aus
Ludwigsfelde, übrigens ein Vorstandsmitglied dieses Vereines, um Uentz vor den
Augen der Spieler und Fans zu verhaften und nach Ludwigsfelde zu fahren. Der
Vorwurf des Diebstahls war natürlich völlig aus der Luft gegriffen und diente nur dazu,
Uentz, als gefährlichsten Stürmer Veltens, vom Spiel zu eliminieren. Pünktlich nach Spielschluss war Uentz
wieder als freier Mann
in Velten. Ludwigsfelde hatte sein Ziel erreicht, denn man gewann mit 2:0.
Der damalige BSG - Vorsitzende
Siegfried Rauchfuß und sein Stellvertreter Dieter Owsinski reichte zwar damals gegen die
Wertung des Spiels Protest ein. Jedoch wurde in dieser Hinsicht alles von den „Funktionären"
abgeschmettert, wie es halt in solchen Fällen in der DDR üblich war. In der Fußball - Woche (fuwo)
war damals in großen
Lettern folgendes zu lesen: „Vopos kassierten Stürmer! 0:2 - dann kam er
wieder frei. Verein protestierte
und wurde dafür gerügt."
Rüdiger Uentz nahm es anschließend
sehr gelassen und erzielte dennoch mit 25 Toren den Löwenanteil in der laufenden Saison. Hinter dem
Torschützenkönig folgten Peter Janotta mit 12 Treffern, Frank Neumann mit 11 Treffern, Christian
Kohlsdorf mit 8 Toren sowie Detlef Weichmann
und Garsten Anders mit je 6 Toren.
1984 zweiter Pokalsieg
Nun aber zum Pokalgeschehen in der
Saison 1984 /85.Chemie Velten wurde in beeindruckender Manier in dieser Saison
zum zweiten Mal in der Geschichte des Veltener Fußballs, Bezirkspokalsieger. Vorausgegangen
waren ein 5:0 Sieg gegen Traktor Flatow, ( Dreifacher Torschütze: Weichmann )
ein 3:1 Sieg bei Motor Rathenow, ein 10:9 Sieg nach Elfmeterschießen gegen Stahl Brandenburg II. und ein
1:0 Sieg nach Verlängerung
gegen Fortschritt Wittstock. Das Endspiel gegen die TSV Luckenwalde gewannen
die Veltener mit 3:2. Um aber an der 1. Hauptrunde im damaligen FDGB - Pokal teilnehmen zu dürfen, mußte Chemie Velten
am 12.08.1984 in einem Ausscheidungsspiel gegen Empor Tangermünde antreten, was die Veltener mit
3:2 gewannen. In der l.
Hauptrunde mußten die Ofenstädter bei Empor / Tabak Dresden antreten und zogen damals durch den überragenden
Rüdiger Uentz (er erzielte alle 4 Veltener Tore) mit einem 4:2 Sieg in die 2. Pokalrunde ein.
Chemie gelingt am 22. September 1984 eine Sensation
gegen FC Carl - Zeiss Jena
Mit dem damaligen DDR - Oberligisten,
FC Carl Zeiss Jena, bekamen die Veltener in der 2. FDGB - Pokalrunde einen
richtigen Brocken zugelost. Die Zuschauer aus dem ganzen Umland kamen am 22. September 1984
auf den Sportplatz an der Germendorfer Straße und bekamen eine Sensation zu sehen.
Frank Neumanns platzierter Kopfball in der 3. Minute führte zu einer Stimmung,
die damals seinesgleichen suchte. Nach der Veltener Führung wuchsen die Ofenstädter auch
spielerisch über sich hinaus und begeisterten die Massen. Velten hatte keinen Respekt vor
solchen Namen wie Grapenthin, Weise, Raab oder Burow. So hielten die Weichmanns, Uentzs,
Möckels, Strübings und wie sie alle hießen, diesen l :0 Vorsprung bis zum
Schluß und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Sogar die Nachrichtenagentur
(ADN) dachte zuerst an eine Zahlenverwechslung. Nach einem 2:2 im Hinspiel, unterlagen dann die Veltener
im Achtelfinale der ASG Vorwärts
Stralsund auswärts mit 1:3 und schieden erhobenen Hauptes aus, hatte man doch sensationelles vollbracht.
Das damals die Veltener eine gute
Mannschaft beieinander hatten, sollte auch die Saison 1985/ 86 beweisen. Zwar reichte es
nicht für die Meisterschaft, aber man wurde mit nur einem Punkt Rückstand auf
Motor Ludwigsfelde Vizemeister. Die Meisterschaft wurde knapp verpasst;
entscheidend war wohl hierfür die 0:3 Niederlage gegen Ludwigsfelde. Tore
schoss, Velten damals in „ Massen „. 105: 38 lautete damals das Torverhältnis.
51:9 Punkte reichten aber nicht. Jedoch konnte Rüdiger Uentz feiern, denn er
wurde in der Bezirksliga Potsdam mit 39 Treffern Torschützenkönig.
1985 wurde Bernd Trojanowski
Geschäftsführer der BSG Chemie Velten. Vorher spielte er in der 2. Mannschaft. Anschließend
sorgte „Troja“ als Schiedsrichter für Aufsehen, denn er schaffte es bis zur DDR
- Liga und repräsentierte damit den Veltener Fußball auch auf anderer Ebene.
Der Name Kohlsdorf
verpflichtet
Äußerst spannend ging es im Spieljahr
1986 / 87 zu. Chemie Velten und Stahl Hennigsdorf lieferten sich bis zum Schluss einen
spannenden Zweikampf. Erst
am vorletzten Spieltag fiel die Entscheidung zu Gunsten Veltens. Gegen den ärgsten Verfolger, Stahl
Hennigsdorf, gelang Christian Kohlsdorf in der 50. Minute der vielumjubelte Siegtreffer. Das letzte
Spiel gewann Chemie Velten
am 30. Mai 1987 bei Neustadt ( Dosse) mit 5:3 und stand damit als
Bezirksmeister fest. Dieses Spiel
bestritten: Bernd Müller, Frank Rockel, Manfred Klart, Marian Dylong, Rainer Räthel, Garsten Anders,
Peter Janotta, Detlef Weichmann, Christian Kohlsdorf, Frank Neumann, Hartmut Berndt, Peter Wagner und
der heutige Fußball -
Chef, Helmut Pickel.
Doch so sehr auch die Freude über die
Meisterschaft groß war, Velten stieg dennoch nicht in die DDR - Liga auf, denn die Aufstiegsspiele
liefen leider sehr glücklos. Gewann Chemie Velten noch das erste Aufstiegsspiel gegen Motor
Neubrandenburgmit 2:1,
verlor man das zweite gegen Aktivist Borna mit 0:2. Gegen Lok Stendal kam
die Mannschaft nicht über ein
1:1 hinaus und gegen Robotron Sömmerda verlor man knapp mit 0:1. Damit reichte es nur zu
Platz 4. Das bedeutete der Verbleib in der Bezirksliga.
Gegen Dynamo Dresden weiterer
Höhepunkt des Veltener Fußballs
Doch das Spieljahr 1986 787
beinhaltete noch einen großen Höhepunkt in der Geschichte des Veltener Fußballs. Am 8. November
1986 gastierte keine geringere Mannschaft als Dynamo Dresden in Velten. Im Rahmen der 2. Hauptrunde
des FDGB - Pokals hatte Velten wie schon zwei Jahre zuvor wieder einen DDR -
Oberligisten in der Ofenstadt. Wie einst gegen Jena, strömten zahlreiche
Zuschauer auf den Sportplatz. Insgesamt 5200 Zuschauer wollten erneut eine Pokalsensation
erleben, doch die sollte diesmal ausbleiben. Zwar drehte sich der berühmte Dresdener Kreisel nicht wie
gewohnt und Chemie hielt auch gut mit, aber insgesamt war Dresden, damals noch
mit Reindard Hämer und Ulf Kirsten spielend, spielerisch besser. So gewann der
haushohe Favorit auch durch zwei Tore des heutigen Borussia Dortmund -
Trainers, Matthias Sammer, verdient mit 2:0. Die Zuschauer sahen kein
einseitiges Spiel und feierten anschließend die Veltener Kicker.
In der Saison
1987 /88 lief Stahl Hennigsdorf und Stahl Brandenburg II den Veltenern
den Rang ab. Velten
wurde „ nur „ dritter. Die Schlusstabelle hatte damals folgendes Aussehen:
1. Stahl Hennigsdorf 73:25 50:9
2.
Stahl
Brandenburg II 77:25 50 :10
3.
Chemie
Velten 86:27 49:11
Die knappen
Punktunterschiede zeugen davon, dass in dieser Saison bis zum Abschlusstag nichts entschieden war.
Torschützenkönig der Bezirksliga wurde der noch heute aktive Torjäger, Mayk Goschin, mit 25
Treffern. Auf den weiteren Plätzen folgten Rüdiger Uentz mit 15 und Hartmut
Berndt mit 10 Toren. Der damalige Trainer war der Leipziger Wolfgang Andreßen. Als Mannschaftsleiter
fungierte damals der ehemalige Spieler der l. Männer -mannschaft, Detlef Willig. Diese
Funktion hatte er übrigens schon seit 1983 inne.
Die Erfolgsserie riss nicht ab
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass
Chemie Velten 1988 erneut den Bezirkspokal nach Velten holte. In überzeugender Manier eroberte Velten im
Spieljahr 1988 /89 in der Bezirksliga
Potsdam den Bezirksmeistertitel. Mit einem Rekordergebnis beendeten die Veltener die Saison.
110:18 Tore und 57:3 Punkte lautete
damals das Ergebnis. Einzigartig war die Tatsache, dass Chemie Velten in der Rückrunde
mit 30:0 Punkten verlustpunktfrei blieb. Das dankten auch die Zuschauer. Velten hatte mit insgesamt
6080 Zuschauern den größten
Zuspruch der gesamten Bezirksliga. Erneut ging Mayk Goschin als der
treffsicherste Veltener
Torschütze hervor. Er erzielte 29 Treffer, Hartmut Berndt steuerte 22 Tore bei
und Sven Matelski brachte es auf 12 Tore.
Auch den Bezirkspokal verteidigten die
Veltener erfolgreich. Nun schon zum 5. Mal gewonnen, war in Velten eitel Sonnenschein.
Nach politischer Wende wird aus Chemie
Velten der FSV Velten 90
1989 /90 spielte Chemie Velten nunmehr
in der DDR- Liga und alle Konkurrenten staunten nicht schlecht, was diese Mannschaft drauf
hatte. Mit Jörg Heinrich hatte man einen Mann aus Rathenow geholt, der dann später über den SC Freiburg
und Borussia Dortmund
deutscher Nationalspieler wurde. Velten kam auf 14 Siege und 12 Remis, verlor nur 8 Spiele.Die Ofenstädter bestimmten zur Überraschung
aller das Niveau der damaligen DDR-Liga mit. Am
Ende belegte die Mannschaft mit 58:41 Toren und 40:28 Punkten einen sensationellen 4. Platz. Auch in dem
Jahr war Mayk Goschin wieder Veltens bester
Torschütze. Er kam auf 17 Treffer,
zweitplatzierter war Sven Matelski mit 7 Toren. Leider konnten die Veltener das Abenteuer „DDR – Liga“
nur ein Jahr genießen, denn
das Jahr 1990 bedeutete die politische Wende. Deutschland wurde eins unddamit verbunden, begann auch der
Leidensweg des Veltener Fußballs. 14 Spieler der erfolgreichen DDR- Ligaelf verließen Velten gen Westen,
die Lizenz als Liga -
Verein wurde den Veltenern auf Grund fehlender Bedingungen und Voraussetzungen entzogen. Ein
Neuaufbau stand ins Haus.
Aus Chemie Velten wurde 1990 der FSV Velten
90 e.V.. Neuer Präsident wurde Klaus Höpfher, FSV - Geschäftsführer wurde der
einstige Spieler, Dieter Owsinski, als Schatzmeister fungierte der unvergessene Günter Schmidt, der am
28.07.1995 im Alter von 68 Jahren verstarb und damit im Veltener Lager eine
große Lücke hinterließ. Der FSV wurde in der Saison 1990 /9l in die
Verbandsliga eingestuft und
belegte zum Abschluss der Serie hinter PCK Schwedt mit 52:25 Toren und 34:14
Punkten den 2. Platz. Hartmut Berndt wurde mit 14 Toren Torschützenkönig vor Sven Matelski mit 8 Toren. Beide
Spieler sind Velten treu geblieben und sind es übrigens bis heute noch. Zudem
holte das Team nun bereits zum 6. Male den Bezirkspokal nach Velten.
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FSV Geschäftsführer
Dieter Owsinski
*13.01.1938 † 03.04.2010
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FSV Velten 90 startet in der Amateuroberliga
Die Eingliederung des FSV Velten 1991
in die Amateuroberliga erfolgte recht kurios. Nachdem der SV Chemie Guben die
Spielberechtigung für diese Klasse zurückgab, rückte über Nacht die Mannschaft des FSV als
brandenburgischer Landesvertreter
nach. Der Kampf ums Geld, um überhaupt überleben zu können, ereilte nach der Wende auch den FSV Velten
90. Doch der rührige FSV
- Geschäftsführer, Dieter Owsinski, schaffte es, mit dem Goetzen - Baumarkt,
einen Hauptsponsor ins Veltener Boot zu holen. Zwar war auch der keine melkende
Kuh, aber es wurde abgesichert, dass Veltens Fußball nicht ausstirbt.
So ging es mit Trainer Hennry
Häusler, der Ende 1992 aus beruflichen Gründen von Jürgen Görlitz abgelöst wurde, in die Saison 1991
/92. Für die Veltener war klar,
dass sie um den Klassenerhalt spielen würden und so kam es dann auch. Der FSV
entkam mit 51:77 Toren und 30:46 Punkten als Tabellenfünfeehnter knapp dem
Abstieg. Grundstein dafür war nach einer schwachen l. Halbserie mit 13 Niederlagen, eine starke
Rückrunde.
Vor allem die Leistungen zwischen dem
8. März und dem 20. April 1992 waren für den Klassenerhalt ausschlaggebend. Hier blieb die
Mannschaft in 8 Spielen hintereinander ungeschlagen. Höhepunkt war in dieser
Spielzeit das Heimspiel gegen Türkiyemspor, bei dem mit 1000 Zuschauern ein
neuer Rekord erreicht wurde.
Insgesamt erreichte der FSV 90 Velten mit 5800 Zuschauern in den 19 Heimspielen ein ansehnliches
Ergebnis.
Torschützenkönig wurde damals Mike
Buth mit 14 Saisontreffern vor dem Russen Sergey Djagel (10).
Dem Abstieg entronnen
Zum Spieljahr 1992 /93
holten die Veltener mit Mayk Goschin den ehemaligen Torjäger zurück. Dennis Kozlov und
Detlef Weichmann vervollständigten das damalige Aufgebot. Doch auch mit diesen Neuzugängen
sollte erneut um den Klassenerhalt
gespielt werden, den Velten dann auch mit 42:73 Toren und 24:40 Punkten erreichte (14.
Tabellenplatz).
Auch die Saison 1993/ 94 lief nicht
nach den Erwartungen der Veltener Verantwortlichen und Fans. Hohe Niederlagen gegen Eisenhüttenstadt
(1:8), Rathenow (0:6) und
Brandenburg (0:5), waren schuld, dass sich der FSV Velten 90 in akuter Abstiegsgefahr befand.
Diese schlechten Ergebnisse führten
dann auch dazu, dass dem damaligen Trainer, Jürgen Görlitz, am 1. März 1994 der Stuhl vor die Tür gestellt
wurde. FSV -
Geschäftsführer Dieter Owsinski holte mit Ralf Kiefer einen sachverständigen Mann in den Verein,
auf dem er schon lange ein Auge hatte.
Mit dieser Verpflichtung hatte
Owsinski ein glückliches Händchen, denn Kiefer hatte sofort Erfolg und rettete die Mannschaft vor dem
Abstieg. Velten belegte am
Ende mit 40:71 Toren und 19:37 Punkten den 12. Platz in der NOFV - Amateuroberliga.
Keine Überraschung war es, dass auch
in dem Jahr der Torschützenkönig Mayk Goschin hieß (18 Treffer).
Grün - Weiß steigt in die
Regionalliga auf
Trainer Ralf Kiefer
hatte vor dem Spieljahr 1994 / 95 angedeutet, dass er auf keinen Fall wieder ein derartiges
Abschneiden wie im Vorjahr erleben möchte. Und er musste es nicht erleben, denn unter ihm blühte
das Team förmlich auf und konnte am Ende der Saison den Oberliga - Meistertitel
und Aufstieg zur Regionalliga
feiern. Von 30 Spielen gewann das Team 21 Spiele. 76:37 Tore und 47:13 Punkte
lautete die Bilanz der Veltener Meisterelfaus dem Jahr 1995. Zur Meistermannschaft
gehörten damals folgende Spieler: Lutz Nolting, Detlef Weichmann, Dirk Jüttner,
Hartmut Berndt, Denis Kozlov, Alexander Tolmatchew, Markus Kolbuch, Dirk Schlegel, Andre
Beutler, Jan - Michael Fritz,
Mayk Goschin, Thomas Wendorff, Danilo Rieger, Stephan Korsch, Olaf Lenz und
Tino Zock. Mannschaftleiter Lothar Lehmann und Betreuer Manfred Henkel gehörten
damals ebenfalls zum erfolgreichen Team. Denis Kozlow und Jan - Michael Fritz teilten sich die
Torjägerkrone mit je 18
Treffern.
Am 28. Mai 1995 kamen übrigens 550
Zuschauer an die Germendorfer Straße, um Velten gegen Neubrandenburg spielen zu sehen, was in
dem Jahr Zuschauerrekord
bedeutete.
Stolz auf den Meistertitel und den
Aufstieg zur Regionalliga war auch der damalige Bürgermeister der Stadt Velten, Günther Hellwig,
der die Mannschaft am 9.
Juni 1995 zu einem Empfang ins Rathaus einlud. In seiner damaligen Rede betonte Hellwig, dass dieser
Erfolg ein besonderes Gütesiegel für die Stadt Velten ist. „ Welche Stadt unserer Größenordnung
kann schon von sich behaupten, eine Regionalligamannschaft zu haben ,„ sagte
Hellwig damals voller
Stolz.
Aber auch die 2. Mannschaft kam in
dem Spieljahr, u.a. mit Jupp Kohlsdorf und Lutz Nolting, zu Meisterehren und
stieg in die 1. Kreisklasse auf. Für Trainer Kiefer sollte es nach dem Aufstieg
in die Regionalliga etwas professioneller lang gehen. Er verlangte endlich eine
bessere medizinische Betreuung
seiner Mannschaft und so kam der Ägypter, Dr. Soli El-Kaiher a us Berlin nach
Velten. Noch heute dient er dem Veltener Fußball und ist quasi zum Maskottchen
der Veltener geworden.
Doch nicht nur Freude, sondern auch
große Trauer mischte sich bei den Ofenstädtern in dem Jahr. Am 28. Juli 1995 verstarb der langjährige
Funktionär Günter
Schmidt. Bis zu seinem Tod arbeitete er als Schatzmeister für den FSV Velten. Eine bewegende Trauerfeier
beendete ein Kapitel eines großen Sportmannes.
Neues Vereinsgebäude entsteht
Im gleichen Jahr wurde übrigens das
neue Vereinsgebäude am Sportplatz in der Germendorfer Straße gebaut. Es entstand ein Schmuckkästchen mit
allem Drum und Dran. Natürlich durfte ein neues Vereinslokal nicht fehlen, was
der damalige Spieler der 1. Mannschaft, Wolfgang Müller nebst Frau Christa noch
heute leitet. Ohne Hilfe der Stadt und den Sponsoren hätten die Veltener wohl
noch lang in ihren alten Gemäuern ausharren müssen. Mit den Neuzugängen Zoran Milinkowic,
Timo Schattschneider, Heiko Wagner, Mike Buth, Kevin Hegend, Torsten Bahlo,
Adnan Focic, Patrick Moews
und dem Rückkehrer Reiko Hornauer, verstärkten sich die Veltener, mußten aber auch mit Jan Michael Fritz
einen überragenden Spieler zum Zweitligisten Mainz 05 ziehen lassen. Am Ende der 1. Halbserie der Saison 1995 /96 verzeichnete
der FS V mit nur 12 Punkten
den 16. Rang. Von 17 Spielen wurden nur 3 Spiele gewonnen und der Abstieg drohte. Doch die
Mannschaft legte eine gute 2. Halbserie hin,
in der sie 21 Punkte
holte und damit den Klassenerhalt sicherte. 46:80 Tore und 33 Punkte genügten für
Rang 15. Mayk Goschin und Hartmut Berndt waren mit 12 bzw. 7 Treffern die besten Veltener
Torschützen.
In der Spielberichterstattung der
Fachpresse wurden in der Saison 1995 /96 13 Veltener Spieler genannt, welche herausragende Spiele
machten. So waren u.a.
die noch heutigen Spieler Thomas Wendorff und Mayk Goschin „auffällig“. Die 2. Mannschaft schaffte im
Spieljahr 1995 /96 den Aufstieg zur Kreisliga. Für die Saison 1996 /97 gab es
schon aus finanziellen Gründen keine größeren Verstärkungen. Lediglich mit
Michael Falkenberg, Marvan Abdelhamid, Frank Frankowiak, Maik Tomschke und Sergey
Kondratyuk gesellten sich fünf neue Spieler zum FSV Velten 90.
Mit Peter Heydenbluth wurde ein
wichtiger Mann der Wirtschaft als neuer Präsident ins Veltener Boot geholt.
FSV Velten gelingt größten Erfolg in der Geschichte des
Veltener Fußballs
Das Spieljahr 1996 /97 bestritt der
FSV Velten 90 bis auf die Neuzugänge mit der Mannschaft des Vorjahres. Zur Halbserie zeigte sich
die Bilanz so, dass der
FSV bei 14 Niederlagen und zwei Unentschieden, kein einziger Sieg gelang und
das Team mit dem Rücken zur Wand stand. Trainer Ralf Kiefer schmiß zur
Halbserie das Handtuch, mit dem Ex - Hertha - Bundesligaspieler, Dieter Timme, wurde am 10. Dezember
1996 ein neuer Trainer
geholt. Der sollte aber zunächst einmal am 28. Dezember 1996 einen nie geglaubten Erfolg beim
Veltins - Cup in Magdeburg holen.
Hier
überraschte der Tabellenletzte der Regionalliga alle Experten und Gegner, denn der FSV
Velten gewann dieses Turnier. Als der „ Hallen-König des Ostens,, wurde die
Mannschaft damals in der einschlägigen Fachpresse genannt, ließ man doch mit
dem 1. FC Magdeburg, dem jetzigen Bundesligisten, FC Energie Cottbus,
Erzgebirge Aue und Tennis Borussia Berlin, namhafte Mannschaften hinter sich
und kassierte damals 13.000,- DM für den Sieg. Im Finale schlug Velten damals
Erzgebirge Aue mit 3:0, nachdem man schon in der Vorrunde den gleichen
Gegner mit einem klaren 4:1 bezwang. Den Pokal durfte übrigens Velten behalten,
weil dieser Cup leider nie wieder stattfand. Das sind die Helden, die Fußball
- Velten wieder ein Stück mehr bekannt machten: Wendorff, (Bester Torhüter des
Turniers) Kolbuch, Weichmann, Goschin, Zock, Wagner, Focic,
Schattschneider und Kozlov.
Velten muss
zurück in die Amateur – Oberliga
Dieser
Erfolg sollte Auftrieb für die 2. Halbserie geben, aber es kam alles anders.
Zwar holte die Mannschaft in der Rückrunde 4 Siege und drei Remis, aber das
reichte nicht, um vom letzten Tabellenplatz wegzukommen. Zu schwach war der
Sturm mit nur 25 geschossenen Toren und auch die Abwehr zeigte sich mit 102
Gegentoren mehr als unsicher. So stieg Velten mit 17 erspielten Punkten wieder
in die NOFV - Amateuroberliga ab.
Am 13. Juni
1997 feierte Fußball - Velten im Rahmen des 85 jährigen Bestehens ein großes
Fußballfest. Zwei ehemalige BSG Chemie - Traditionsmannschaften aus den
Jahren 1980 und 1988 /89 standen sich am Sportplatz an der Germendorfer Straße
gegenüber. Der FSV Velten lud mit Europapokalsieger Jörg Heinrich von Borussia
Dortmund einen prominenten Ex - Veltener ein und der ließ sich nicht zweimal
bitten und kam. 485 Zuschauer ließen seit langer Zeit wieder einmal
Fußballstimmung aufkommen.
In den 2x35 Minuten sahen die Fans sage und schreibe 16
Tore. Wie erwartet, siegte die Auswahl von
1988 /89 und das klar mit 12:4. Fußballstar Jörg Heinrich schoss 2 Tore, welche
frenetisch bejubelt wurden. Zur Erinnerung
an dieses Fußballfest, an dem auch der Bürgermeister der Stadt Velten,
Hellwig anwesend war, hier die Mannschaftsaufstellungen: 80er- Auswahl: Ralf Schmidt, Thomas Wagner, Marian
Dylong, Wolfgang Strübing, Wolfgang Andreßen, Rainer Räthel, Uwe Maier,
Steifen Schmidt, Detlef Kohlsdorf, Peter Janotta, Rüdiger Uentz, Adnan Focic 88er - Auswahl: Josef Kohlsdorf, Jörg Heinrich,
Stephan Korsch, Ronald Scharschmidt, Frank Rockel, Detlef Weichmann,
Hartmut Berndt, Mayk Goschin, Sven Matelski, Uwe Schulz, Thorsten Krüger Jörg Heinrich sagte nach dem Spiel in einem
Interview, dass er damals in Velten viel gelernt habe und Chemie Velten
eine wichtige Station auf dem Weg zum
Bundesligaprofi war.
Die
nun folgende Saison 1997/98, sollte das schwärzeste Kapitel in der ruhmreichen Geschichte des Veltener Fußballs
werden. Mit Helmut - Enno Röder gab es ab Sommer 1997 einen neuen
Präsidenten. Jedoch hatte er die wohl
kürzeste Amtszeit, die je ein Vereinspräsident in Deutschland hatte. Schon
nach 14 Tagen trat Röder wieder von dem Posten zurück, weil er nach Einsicht in
die Geschäftsunterlagen des FSV Velten haarsträubende finanzielle
Ungereimtheiten entdeckte, welche er später nicht verantworten wollte.
Der tiefe Fall des Veltener Fußballs
Trainer Dieter Timme hatte die Ambitionen, die Mannschaft
sofort in die dritthöchste Liga Deutschlands zurück zu führen. Doch der Verein,
insbesondere FSV - Geschäftsführer Dieter Owsinski, bestand auf Etablierung in
der Oberliga. Damit war das Tischtuch zwischen Timme und dem Verein zerschnitten
und man trennte sich, wie es damals hieß, im gegenseitigen Einvernehmen. Sehr schnell wurde mit Tim Huftier ein neuer Trainer
vorgestellt. Hüfher bekam das Amt des Spielertrainers. Doch nach dem Abstieg
verließen 14 Spieler den Verein, Hüfher
mußte neu aufbauen. Das war eine schwere Aufgabe, denn mit Zock,
Kolbuch, Wendorff, Jüttner, Schnattschneider, Schlegel, Rieger, Milinkowic,
Tomschke und Berndt, der seine Laufbahn beendete, gingen Leistungsträger,
welche nicht so einfach zu ersetzen waren. Was zu diesem Zeitpunkt niemand
wußte, war, dass folgendes Team, das letzte in der Geschichte des FSV Velten 90
sein sollte: Steffen Blochel, Mario Nitsche, Stephan
Korsch, Tim - Jan Uster, Tobias Mielke, Matthias Senger, Tim Hüfher, Ulf
Liebich, Matthias Bergemann, Alexander Tolmatchew, Adnan Focic, Detlef Weichmann,
Dirk Heimel, Ronny Schulze, Christian Wruck, Torsten Bahlo, Michael Falkenberg,
Mayk Goschin, Michael Woitella und Denis Koslov.
Als Co - Trainer stand Sven Matelski
und als Betreuer Lothar Lehmann und Manfred Henkel zur Verfügung. Mit diesen Mannen ging man also in die Saison 1997 /98,
nicht ahnend, dass die 1.
Halbserie schon das Ende der Saison bedeuten sollte. Am 22.11.1997 erlitt das Team gegen den Köpenicker
SC seine erste Heimniederlage (0:3) und lag zu diesem Zeitpunkt schon mit 14 Punkten Rückstand zum Spitzenreiter SC Croatia Berlin auf
dem 5. Platz. Letztendlich
interessierte diese Platzierung am Ende keinen mehr, denn was Helmut - Enno Röder schon im Sommer
1997 andeutete, wurde nun bittere Wahrheit: Der FSV Velten 90 war zahlungsunfähig. Auf einer außerordentlichen Sitzung
des erweiterten Vorstandes wurde am 30. Dezember 1997 übereinstimmend der Beschluss gefasst, die
Weiterführung des
Geschäfts - und Spielbetriebes einzustellen und die l. Mannschaft vom Spielbetrieb abzumelden. Erst am 06.
Januar 1998 informierte der FSV Velten mit
einer Presseerklärung die Öffentlichkeit über die Lage. Darin hieß es lapidar: „Der Hauptgrund für die entstandene
prekäre Finanzlage ist
darin zu sehen, dass die Einnahmen des FSV Velten in den vergangenen Jahren stark rückläufig waren und
auch die geplanten Sponsorengelder nicht wie erwartet flössen." Doch der wahre Grund lag laut
dem kurzzeitigen Präsidenten
Röder in der Unfähigkeit des Vorstandes, den Verein auf gesunden Füßen zu führen."
Überzogene Spielergehälter wurden von
1990 an gezahlt und für Spieler einkaufe riesige Summen ausgegeben, was den Verein in hohe Schulden
trieb", wusste Röder nach dem Ruin zu
berichten. Fakt war, dass
der FSV Velten den Forderungen des Finanzamtes in Höhe von ca. 200.000 DM, aufgelaufen seit
1993, nicht nachkam. Zudem kamen die Forderungen der Berufsgenossenschaft in Höhe von ca.
100.000 DM. Nach dem
Bekanntwerden des finanziellen Kollaps des FSV herrschte in Velten und Umgebung große Trauer. Alle
stellten sich die Frage, wie es nun weitergeht und was vor allem aus dem erfolgreichen Nachwuchs
werden würde. Auch die
örtliche Presse widmete sich täglich dem Untergang des FSV in großenLettern. Überschriften wie „ Absehbar“
,„ Pleitegeier über dem FSV Velten (MAZ) oder „ Schulden lagen im sechsstelligen Bereich“ ,waren die großen
Schlagzeilen dieser Tage. Dabei
geriet der gesamte FSV - Vorstand massiv in die Kritik, dem vorgeworfen wurde, den Verein durch sein
nicht vertretbares Handeln
in den Ruin getrieben zu haben.
Wolfgang Müller trägt Verein zu Grabe
Dennoch musste am 6. Januar 1998 der
damalige Vizepräsident, Wolfgang Müller, beim
Amtsgericht Neuruppin Konkurs beantragen und damit den Verein FS V Velten 90
schweren Herzens zu Grabe tragen. Auf die Frage der Presse, wie ihm denn zumute
sei, antwortete Müller: „ Übel, sehr übel, das ist kein schönes Gefühl."
Damit war die Oberligamannschaft abgemeldet und die Spieler waren „vogelfrei“. Nach und nach holten die Spieler ihre Pässe, so
gestandene Routiniers wie Weichmann und Goschin verließen den Verein in
Richtung Neustrelitz. Auf den erfolgreichen Nachwuchs Veltens, der sich
damals in der Winterpause befand, waren viele Vereine aus dem Kreis scharf.
Alle streckten ihre Fühler aus, doch nach der Information des damaligen
Nachwuchsleiters, Detlef Willig, dass der
Nachwuchs in ihren Klassen weiter spielen würde, ließ das Gerangel nach. Schon
am Tag der Beantragung auf Konkurs, gab es in Velten mehrere Bereitschaftserklärungen
zu einem Neuaufbau. Ehemalige aktive Veltener Kicker, wie Hartmut Berndt oder Sven Matelski, wollten, dass
es weiter geht. Auch die gesamten Nachwuchstrainer
erklärten sich bereit, unter einem neuen Vereinsnamen weiter zu arbeiten.
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Neuer Verein gründet sich sehr schnell
- jetzt SC Oberhavel Velten
Schon am 10. Januar 1998 trafen sich
im Vereinslokal 73 Menschen, um einen neuen
Verein zu gründen. Der Vorbereiter der Vereinsgründung, Andreas Noack, leitete diese Gründungsversammlung, bei der sogar
das ORB - Fernsehen und die diverse Presse anwesend waren. In dieser
Versammlung wurden Nägel mit Köpfen gemacht und mit dem SC Oberhavel Velten ein
neuer Verein geboren. 41 Personen wurden sofort Mitglied dieses neuen Vereins.
Ein Vorstand wurde gewählt, wozu auch wieder Wolfgang Müller gehörte. Er war der einzige, der aus dem alten Vorstand noch
Vertrauen genoss. Müller wollte damals die Wahl gar nicht annehmen. Er sagte in
der Gründungsversammlung wörtlich: "Ihr könnt euch vorstellen, wie mir
zumute ist. Gerade habe ich einen Verein zu Grabe getragen. Ich weiß nicht, ob
es moralisch richtig ist, jetzt in
einem neuen Verein wieder in der Spitze mitzuarbeiten. Ich stelle mich der Aufgabe, aber nur, wenn ihr es wirklich
wollt." Und er bekam das Vertrauen, erhielt wie Andreas Noack, mit 32
Stimmen, die meiste Zustimmung. Weiterhin wurden Erhard Heise, Heiko Matysiak
und Seniorenbetreuer Helmut Hanusch in den Vorstand gewählt. Präsident des Oberhavel
Velten wurde Erhard Heise. Andreas Noack übernahm die Aufgabe des Schatzmeisters. Für die Fußballabteilung wurde Helmut
Pickel Abteilungsleiter und Uwe Schlemminger
wurde Nachwuchsleiter.
Bis zum Saisonbeginn 1998 /99 hatte der neu gegründete SC
Oberhavel Velten keine 1. Männermannschaft mehr im Spielbetrieb. Der Nachwuchs durfte die 2. Halbserie unter Wertung zu Ende
spielen und auch die 2. Männermannschaft und die Senioren spielten in ihren
Ligen weiter.
Ein kapitaler Neubeginn
Mit Beginn des Spieljahres 1998 /99 gab es dann beim SC
Oberhavel Velten auch wieder eine 1. Männermannschaft. Sie musste in der 1.
Kreisliga starten, das traditionelle Fußball
- Velten fing also wieder ganz von vorn an. Die 2. Mannschaft wurde in
die 2. Kreisklasse zurückgestuft. Mit den
Veltener Ur - Gesteinen, Hartmut Berndt ( Trainer) und Sven Matelski ( Co - Trainer) ging die l. Mannschaft in
die neue Saison und erwies sich dabei als der Überflieger schlechthin.
Mit Steffen Blochel, Marcus Morgner, Lutz Nolting, Christian Knobloch, Björn Schardin, Oliver Brust, Martin Fischer,
Mariano Schulz und Gordon Arndt, sind 9 Spieler Velten treu geblieben.
Nico Jahnke, Rene Lange, Andreas Lutter, Tino Borchhardt, Henrik Tittel,
StetTen Wolf ( alle Stahl Hennigsdorf), Mirko Neumann ( Bötzow ), Thomas
Fanslau ( Marathon 02 ), Michael Falkenberg ( Parchimer FC ) und Sascha Neumann
( FC Kremmen ) komplettierten die Mannschaft als Neuzugänge. Mit großer
Vorsicht äußerten sich die Veltener
Verantwortlichen in Hinsicht Saisonziel, doch das erwies sich als völlig
unbegründet. Die Mannschaft versetzte die Gegner reihenweise in Angst und
Schrecken und wurde in der Kreisliga mit 140:26 Toren und 85 Punkten, bei nur einer Niederlage und einem Remis,
Meister und damit Aufsteiger zur Landesklasse. Michael Falkenberg erwies
sich in der Saison als der Torschütze vom Dienst. Er erzielte 41 Tore und wurde damit
Sieger des „MAZ - Tooor! - Cups". Auch die 2. Mannschaft wurde in der 2.
Kreisklasse Meister. Mit 6 Punkten Vorsprung zum Tabellenzweiten SV Mühlenbeck, sicherte sich die
Mannschaft den Aufstieg zur 1. Kreisklasse.
Damit war der erste Schritt des neuen Vereins erfolgreich
getan und man träumte schon fast wieder von alten Zeiten. Auf Grund des
Erfolges blieben alle Spieler der letzten Saison zusammen. Mit Mayk Goschin und Detlef Weichmann kehrten
zwei altbekannte Haudegen nach Velten
zurück und verstärkten mit den beiden anderen Neuzugängen, Sören Albrecht (Post
Zehlendorf) und Matthias Winter (Bärenklau) die Mannschaft.
Großer Jubel um erneuten Aufstieg
So ging es am 21. August 1999 in die
neue Saison, in der die Mannschaft in der Landesklasse Nord eingeteilt wurde. Hier fegten die
Veltener solche etablierten
Teams wie Klosterfelde mit 9:1 oder Finowfurt mit 7:2 vom Rasen. Ärgster Verfolger, des am Ende auf
Platz l stehenden Teams vom SC Oberhavel Velten, war der Schönower SV. Jedoch konnte auch Schönöw
am Ende nicht verhindern, dass
die Veltener mit neun Punkten Vorsprung erneut souverän Meister wurden und damit zum zweiten Mal
hintereinander den
Aufstieg schafften. Mayk Goschin wurde wie erwartet der interne Torschützenkönig des SCO. Er schoss 24
Tore, Sascha Neumann 19 und Detlef Weichmann 16 Tore. Die Gesamtbilanz des Spieljahres 1999/2000
las sich am Ende so: 100: 34
Tore und 75 Punkte. Fußball
- Velten hatte es innerhalb von zwei Jahren geschafft, wieder zu den besten Mannschaften im Kreis
Oberhavel zu gehören. Bei
aller Freude über die Erfolge herrschte bei den Veltenern aber auch Trauer,denn im November 1999 verstarb
der langjährige BSG - Vorsitzende Siegfried Rauchfuß. In einer bewegenden Trauerfeier brachten
unzählige Veltener Fußballer
am Grab von Siegfried Rauchfuß den Dank und die Anerkennung für seine langjährige,
aufopferungsvolle Arbeit im Veltener Fußballsport zum Ausdruck.
Velten ist auch in der Landesliga eine Spitzenmannschaft
Dem Abenteuer Landesliga stand man
anfangs skeptisch gegenüber. War diese Mannschaft schon reif genug, um dort zu bestehen? Trainer Hartmut
Berndt, der ab sofort mit Lutz Nolting einen neuen Co - Trainer an seiner Seite
hatte, gab die Devise aus, sich in der Landesliga zu etablieren und dort niveauvollen Fußball zu spielen. Als
Mannschaftsbetreuerin fungierte ab sofort Yvonne Pickel, welche 2001 auch in den Vorstand der
Fußballabteilung gewählt
wurde und sich dort um die Pressearbeit kümmert. Von Köpenick kam Thomas Wendorff
endlich wieder nach Velten zurück. Doch Thomas hatte großes Pech. Er verletzte
sich in den Vorbereitungsspielen schwer und konnte die gesamte Saison nicht
eingesetzt werden. Fußball
- Abteilungsleiter, Helmut Pickel, war in der Not erfinderisch und holte vom FC 98 Hennigsdorf den damals
42jährigen Torhüter Holger Bahra, der einst beim 1. FC Magdeburg ein hervorragender Torhüter war.
So hatte die Mannschaft für die Saison
2000 / 01 folgendes Aussehen: Holger Bahra, Matthias Winter, Sören Albrecht,
Steffen Göbel, Lutz Nolting, Sebastian Nowak, Mariano Schulz, Steffen Wolf,
Matthias Bumann, Martin Fischer,
Nico Jahnke, Ronny Schulze, Detlef Weichmann, Michael Falkenberg, Sascha Neumann, Kevin Sieverding,
Christian Statnick, Guido Wolf, Lutz Nolting. Mit den Spielern Nico Orlamünder und Daniel
Winter schafften zwei talentierte Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen den
Sprung in die Landesligamannschaft.
Mayk Goschin wollte sich nur noch den Senioren widmen und hinterließ damit im
Sturm eine große Lücke. Erstaunlich
stark starteten die Veltener in diese schwere Saison. Man blieb in den ersten
vier Spielen ungeschlagen. Erst am 5. Spieltag gab es einen gehörigen Dämpfer,
als man der TSG Fredersdorf / Vogelsdorf daheim mit 1:6 unterlag. Übrigens
reaktivierte man ab dieses Spiel den Routinier Mayk Goschin wieder und holte
ihn in die 1. Mannschaft zurück. Allerdings juckte es dem Mayk schon lange wieder in den Beinen.
Anschließend musste das Team im Landespokal gegen den heutigen Zweitligisten SV
Babelsberg ran und
musste erneut, aber nicht überraschend, eine hohe 2:8 Niederlage hinnehmen. Wer nun dachte, bei den
Veltenern würde es wieder abwärts gehen, sah sich getäuscht, denn bis zum
Abschluss der ersten Halbserie blieb der SCO ungeschlagen und sicherte sich in der Tabelle
überraschend Platz zwei hinter Fredersdorf mit 7 Punkten Rückstand.
Eine starke 2. Halbserie
In den ersten fünf Spielen der
Rückrunde fand das Team lange nicht zu seinem Spiel. Nur 2 Punkte wurden geholt, was den Abstand zum
souveränen Tabellenführer Fredersdorf größer werden ließ. Doch Velten fing sich
wieder und eilte von Sieg zu Sieg. Auch Dank der Steigerung von Mayk Goschin,
der u.a. gegen Wriezen 4 Tore schoss, kam man wieder auf den richtigen Weg. Am
Ende bestätigte Velten den zweiten Rang der Vorrunde. Mit 79:46 Toren und 63 Punkten wurde der SC
Oberhavel Velten gleich im ersten Jahr in der Landesliga / Nord Vizemeister.
Dabei zeigten sich die Veltener neben Fredersdorf, die mit 16 Punkten Vorsprung
Meister wurden, als das
beste spielerische Team in dieser Liga. Obwohl Mayk Goschin erst im fünften
Spiel der Saison wieder eingesetzt wurde, brachte er es noch auf 28 Saisontore, womit er bester Torschütze
in der Landesliga / Nord
wurde. Die weiteren Torschützen Veltens waren Guido Wolf ( 15 ) und Detlef
Weichmann sowie Michael Falkenberg mit je 8 Treffern.
Mit diesem schönen Erfolg setzte der
SC Oberhavel Velten die Fußballtradition in der Stadt fort und alle Beteiligten, samt Hauptsponsor
AWU Velten zeigten sich zufrieden. Zufrieden zeigte man sich aber auch mit der
zweiten Mannschaft des
SCO, die mit 91:33 Toren und 66 Punkten hinter Eintracht Gransee Vizekreismeister wurde und damit im
Spieljahr 2001 / 02 in der Kreisliga kickt.
Veltener Senioren erobern Landesmeistertitel
Einen ganz großen Erfolg erreichten
die Veltener Senioren, als sie 2001 Landesmeister wurden. Die ruhmreiche Mannschaft bestand aus folgenden
Spielern: Schmidt, Renger,
Matelski, Berndt, Standke, Plettenberg, Chr. Kohlsdorf, Zier und Seeger. Überhaupt ist seit der Gründung
des SCO die Seniorenmannschaft
im Landkreis Oberhavel tonangebend.
So wurde man in jedem Jahr Kreismeister und holte die Kreispokale.
Gute Nachwuchsarbeit Über Jahre
hinweg
Aber auch der Nachwuchs war, wie den
vergangenen Jahrzehnten zuvor, im Kreis Oberhavel immer in den Spitzengruppen zu rinden. Unzählige Meistertitel und Pokalerfolge machten
den Veltener Nachwuchsfußball zur ersten Adresse im Kreis Oberhavel. Von 1973
bis 1998 kümmerte sich Detlef Willig mit einigen Unterbrechungen als
Nachwuchsleiter um den Nachwuchs, nunmehr führt Uwe Schlemminger seine gute
Nachwuchsarbeit weiter. Erfahrene Fußballer wie Jörg Renger, Wolfgang Müller, Torsten Männel, Helmut
Pickel, Bernd Jünemann, Thomas Dominick und Bernd Stein, kümmern sich zur Zeit
erfolgreich um den Veltener Nachwuchs. In den letzten Jahren waren die D -
Junioren mit den Trainern
Bodo Vogt und Günter Gordjy mehrmals erfolgreich. Diese beiden Routiniers
beendeten ab dem Spieljahr 2001702 leider ihre Laufbahn. Die F - Junioren, trainiert von Wolfgang
Müller, wurden 2001 Kreispokalsieger und steht auch 2002 in der Kreisliga
wieder ganz vorn. Zudem
ist das Team die drittbeste Hallenmannschaft im Land Brandenburg geworden.
SC Oberhavel rüstet auf
Auch mit dem Spieljahr 2001 /02 gab es
im Veltener Fußball - Lager wieder Veränderungen. So wurde eine 3.
Männermannschaft in den Spielbetrieb
der 2. Kreisklasse geführt, die von Peter Voss und Helmut Pickel trainiert werden. Beide Trainer sind auch für die 2.
Mannschaft verantwortlich.
3. Generation der Fußballerfamilie Berndt steht auf dem
Platz
Zur 1. Mannschaft gesellte sich mit Stephan Korsch ein
altgedienter Routinier nach einiger Abwesenheit wieder zu den Veltenern. Christian Statnick, Michael Falkenberg und Nico
Orlamünder verließen den Verein. Allerdings kam Nico Orlamünder schon zur Winterpause
2001 /02 wieder nach Velten zurück. Aus dem eigenen Nachwuchs konnte der Sohn
von Hartmut Berndt, Sebastian, in die 1.
Mannschaft integriert werden. Damit spielt nun schon die 3. Generation der
Familie Berndt in Velten.
Die 1. Halbserie spielte der SCO recht durchwachsen.
Bedingt durch viele Verletzungen und einer 10 wöchigen Sperre von Mayk Goschin,
konnte die Mannschaft nicht die erhofften
Punkte einfahren, die für einen Spitzenplatz notwendig gewesen wären.
Jedoch hält das Team zum Abschluss der
Hinrunde mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Nauen Anschluss zur
Spitzengruppe. Mit 39:19 Toren und 28 Punkten belegen die Veltener Rang
5.
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